Flechtkurs Termine

im Atelier Natur in Form

Für die aktuellen Kurse können Sie sich nur direkt über die Oberallgäuer Volkshochschule anmelden. Meine Kurse finden Sie im OVH–Programm unter Kultur. Privatkurse nur auf Anfrage mit Terminvereinbarung über das Kontaktformular.

11. und 12.

Januar 2020

Samstag von 10 – 17 Uhr und
Sonntag von 10 – 13 Uhr

 

Weidenkorb

In diesem Kurs flechten Sie einen runden Korb. Aus ungeschälten Weiden wird ein Spiral – Korbboden geflochten, weitere Weiden werden in den Boden aufgesteckt und
in Korbform gebracht. Mit mehrere Techniken bauen wir den Korb auf und machen den Abschluss mit eingearbeitetem Grifflöchern.

Samstag ist 1 Std. Mittagspause, Brotzeit kann mitgebracht werden.

Max. 6 Personen

140 € 

Materialgeld wird im Kurs eingesammelt ca. 20 €

25. Jan. 2020

Samstag von 10 – 16 Uhr

 

Vogelhaus

Wir flechten ein Vogelhaus in Kegelform mit mehreren Aus- und Eingängen für die kleinen Vögel. Die Weidenruten werden auf einem Holzboden mit Löchern aufgesteckt und dann wird die Form mit mehreren Techniken aufgeflochten.
Das Vogelhaus kann sowohl gestellt als auch aufgehängt werden. 

Samstag ist 1 Std. Mittagspause, Brotzeit kann mitgebracht werden.

Max. 6 Personen

75 € 

Materialgeld wird im Kurs eingesammelt ca. 20 €

07. März 2020

Samstag von 10 – 17 Uhr

 

Vom Weidenschneiden bis zum fertigen Objekt

Vom Weiden Schneiden bis zum fertigen Objekt erlernen Sie die Kunst des Weiden Flechtens, dazu gibt es ausgiebig Information zu diesen Handwerk. In diesem Kurs werden wir in Blaichach selber Weiden schneiden, um zu sehen: – was sind Kopfweiden, – wie sehen wilde Weiden aus, – wie müssen sie geschnitten werden und wie kann ich sie
jedes Jahr wieder verflechten … ( festes Schuhwerk )

Nach einer Pause ( Brotzeit mitbringen ) kann jeder dann sein eigenes Rankgestell in meinem Atelier daraus flechten.

Max. 10 Personen

75 € inklusiv Material

20. März. 2020

Samstag von 14 – 18 Uhr

 

Kreative Objekte für den Garten

In diesem Kurs kann jeder seine eigenen Ideen umsetzen und seine individuellen Garten – Rankhilfe aus frischen Weiden flechten. Dazu werden verschiedene Flechttechniken gezeigt, ausprobiert und miteinander kombiniert.

( selbst gesammelte Äste, Hölzer, Kugeln können zum Einarbeiten mitgebracht werden )

Max. 8 Personen

55 € 

Materialgeld wird im Kurs eingesammelt

27. März. 2020

Samstag von 14 – 18 Uhr

 

Gartenkorb als Staudenstütze

Wir flechten einen Korb, aber ohne Boden. Dieses Geflecht, Durchmesser und Höhe kann individuell angefertigt werden und wird dann im Garten im Frühling über die Staude, z.B. Pfingstrosen, hohe Kräuter, gestülpt. So wachsen sie in den Korb hinein und können ihre volle Größe erlangen ohne umzuknicken, wenn die schweren Blüten aufgehen.

Max. 8 Personen

55 € 

Materialgeld wird im Kurs eingesammelt

Die Kopfweide

 

Die Weide ist bei uns in vielen verschiedenen Arten heimisch und ist ein wichtiger Bestandteil unseres Ökosystems. Größere Bedeutung als die Baumweide besitzt die Strauchweide, die seit Jahrtausenden das Material zum Flechten von Körben und zum Befestigen von Zäunen und Wänden liefert. Ihre biegsamen, formbaren, aber auch zugleich zähen, festen Zweigen oder Ruten, sind auch im Zeitalter des Kunststoffs ein beliebtes und viel verwendetes Flechtmaterial geblieben.
Grundlage aller Weidenflechtarbeiten ist die Erziehung von stark verzweigten Weidenbüschen hin zur Kopfweide. Alljährlich werden dazu in der Saftruhe (November -März) alle Ruten und Zweige an der Basis, in etwa 1m -3m Höhe ( je nach Verwendungszweck ) abgeschnitten. Wenn eine Weide sorgfältig und ordentlich „ geköpft“ wird, bleibt nur der kahle Stamm übrig. Nach einem Jahr haben die aus den schlafenden Knospen entstandenen Triebe eine ovale Perücke gebildet. So entwickelt sich über die Jahre eine Kopfweide heraus, von der man dann lange, unverzweigte Ruten ernten kann.

Die Weide hat auch ökologischen Wert.
Wegen des Artenreichtums, der guten Anpassungsfähigkeit der einzelnen Weidenarten, der Schnellwüchsigkeit in der Jugend werden sie äußerst vielseitig in der Landschaftspflege verwendet. Mit ihnen werden Vorwälder begrünt, Ufer von Gewässern geschützt, erosionsgeschädigte Hänge verbaut und im Wald als natürliches Verbissgehölz zur Minderung der Schälschäden durch Rotwild angepflanzt. Auch für Vögel und Insekten ist sie, insbesondere die „Kopfweide“, der ideale Baum. Der raue Stamm und die knorrige, höckrige Krone sind für sie Futterplatz und Zufluchtsort. Für die Bienen liefern die weiblichen Weidenkätzchen eine wertvolle „Bienenweide“ , was insbesondere für die frühblühende Salweide gilt, denn so zeitig im Frühjahr gibt es noch wenig Blüten für die Bienen. Das Apschneiden der Kätzchen ist desshalb in Deutschland gesetzlich ab April untersagt.

So ergeben sich 2 Aspekte als Grundatz für unsere Gestaltungsidee:

  • umweltschützendes und umweltschonendes Arbeiten und Handeln
  • kreatives und Künstlerisches Gestalten