Flechtkurs Termine

im Atelier Natur in Form

Für die aktuellen Kurse können Sie sich nur direkt über die Oberallgäuer Volkshochschule anmelden. Meine Kurse finden Sie im OVH–Programm unter Kultur. Privatkurse nur auf Anfrage mit Terminvereinbarung über das Kontaktformular.

24. Nov. 2018

Freitag 14 -18 Uhr

Weihnachtsdekoration

In diesem Kurs kann jeder seine eigene kreative Weihnachtsdekoration aus Weiden flechten, z. B. einen Adventskranz oder eine Weidenkugel ( Durchmesser ca. 25 cm ) aus frischen verschieden-farbigen Weidenruten in Caostechnik.

Max. 6 Personen

55 €

Materialgeld wird im Kurs eingesammelt ca. 12 €

7. Dez. 2018

Freitag 14 -17 Uhr

Weihnachtsdekoration

Wir flechten Sterne aus Weide und Peddigrohr in unterschiedlichen Techniken

Max. 8 Personen

35 €

Materialgeld wird im Kurs eingesammelt

12.+13. Jan. 2019

Weidenkorb

In diesem Kurs flechten Sie einen runden Korb. Aus ungeschälten Weiden wird ein Korbboden geflochten, weitere Weiden werden in den Boden aufgesteckt und in Korbform gebracht. Mit mehrere Techniken bauen wir den Korb auf und machen den Abschluss mit eingearbeitetem Grifflöchern.

Samstag ist 1 Std. Mittagspause, Brotzeit kann mitgebracht werden.

Max. 6 Personen

130 €

Material wird im Kurs eingesammelt ca. 20 €

Die Kopfweide

 

Die Weide ist bei uns in vielen verschiedenen Arten heimisch und ist ein wichtiger Bestandteil unseres Ökosystems. Größere Bedeutung als die Baumweide besitzt die Strauchweide, die seit Jahrtausenden das Material zum Flechten von Körben und zum Befestigen von Zäunen und Wänden liefert. Ihre biegsamen, formbaren, aber auch zugleich zähen, festen Zweigen oder Ruten, sind auch im Zeitalter des Kunststoffs ein beliebtes und viel verwendetes Flechtmaterial geblieben.
Grundlage aller Weidenflechtarbeiten ist die Erziehung von stark verzweigten Weidenbüschen hin zur Kopfweide. Alljährlich werden dazu in der Saftruhe (November -März) alle Ruten und Zweige an der Basis, in etwa 1m -3m Höhe ( je nach Verwendungszweck ) abgeschnitten. Wenn eine Weide sorgfältig und ordentlich „ geköpft“ wird, bleibt nur der kahle Stamm übrig. Nach einem Jahr haben die aus den schlafenden Knospen entstandenen Triebe eine ovale Perücke gebildet. So entwickelt sich über die Jahre eine Kopfweide heraus, von der man dann lange, unverzweigte Ruten ernten kann.

Die Weide hat auch ökologischen Wert.
Wegen des Artenreichtums, der guten Anpassungsfähigkeit der einzelnen Weidenarten, der Schnellwüchsigkeit in der Jugend werden sie äußerst vielseitig in der Landschaftspflege verwendet. Mit ihnen werden Vorwälder begrünt, Ufer von Gewässern geschützt, erosionsgeschädigte Hänge verbaut und im Wald als natürliches Verbissgehölz zur Minderung der Schälschäden durch Rotwild angepflanzt. Auch für Vögel und Insekten ist sie, insbesondere die „Kopfweide“, der ideale Baum. Der raue Stamm und die knorrige, höckrige Krone sind für sie Futterplatz und Zufluchtsort. Für die Bienen liefern die weiblichen Weidenkätzchen eine wertvolle „Bienenweide“ , was insbesondere für die frühblühende Salweide gilt, denn so zeitig im Frühjahr gibt es noch wenig Blüten für die Bienen. Das Apschneiden der Kätzchen ist desshalb in Deutschland gesetzlich ab April untersagt.

So ergeben sich 2 Aspekte als Grundatz für unsere Gestaltungsidee:

  • umweltschützendes und umweltschonendes Arbeiten und Handeln
  • kreatives und Künstlerisches Gestalten